Gedankenwandern

Auf dem Fjell.

Das Vorhaben

Es ist Corona und ich weiß nicht, ob ich meine geplante dreiwöchige Wanderung im August 2020 durchführen können werde. Dabei habe ich schon so viel vorbereitet und ich freue mich so sehr darauf! Die Norweger haben ihr Land und auch die Berge dicht gemacht, denn die Hilfskräfte der Bergwacht werden anderswo gebraucht. Jetzt sitzen wir alle zuhause und halten Abstand. So habe ich beschlossen, dass ich einfach in Gedanken schon einmal losgehe. Das hat den Vorteil, dass ich, falls die Wanderung wirklich klappt, nur noch schreiben muss, ob es wirklich so war. So gewinne ich Zeit fürs Erleben.

In meinen Gedanken wandere ich von einem der südlichsten Fjorde, dem Lysefjord, direkt ins Fjell hinauf und dann immer nach Norden; die Gegend heißt Ryfylke. Da gibt es nichts, außer mit Lebensmitteln ausgestattete Selbstversorgerhütten. Nach etwa einer Woche kommt man zur Hardangervidda, die durchquere ich, danach möchte ich noch weiter bis hinab zum Aurlandsfjord. Warum? Es ist eine so sehr reduzierte Gegend. Es gibt Felsen mit Flechten drauf, Gras, Seen, Bäche, Himmel, den Pfad. Ich möchte herausfinden, was mich dort so fasziniert. Was die Eintönigkeit, die Einsamkeit mit mir macht. Ich möchte einfach nur gehen.

Ein paar Bilder habe ich noch in meinem eigenen Fundus, den Rest fotografiere ich aus Google Maps ab.

Morgen geht’s hier weiter:
Gedankenwandern, Tag 1: Die Anreise.

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